FREUNDE DER ABTEI MORIMOND

Einiges zur Geschichte der Abtei Morimond ………

(Auszug aus Wikipedia - teilweise ergänzt von den deutschen FREUNDEN DER ABTEI MORIMOND)

Die Zisterzienser-Abtei Morimond (auch Morimund),
gelegen in der heutigen Gemeinde Fresnoy-en-Bassigny im Département Haute-Marne, in der Région Champagne-Ardenne, in Frankreich wurde um 1115 (1117)
zur Zeit von Stephan Harding, dem dritten Abt von Kloster Cîteaux, gegründet.

Kloster Morimond - im Bistum Langres - war eine der nach zisterziensischer Tradition gegründeten vier Primarabteien im Umkreis von Cîteaux:
Kloster La Ferté (etwa 50 km südwestlich),
Kloster Pontigny  (etwa 120 km nordwestlich),
Kloster Clairvaux  (etwa 110 km nördlich),
Kloster Morimond (etwa 110 km nordöstlich).
Der Filiation von Morimond werden in Europa mehr als 250 Klöster zugerechnet, davon sind (nach M. A. Dimier OCSO) 28 Klöster direkte Gründungen (Tochterklöster) von Morimond.

Der Name >MORIMOND<, von lateinisch >MORI MUNDO<,
lässt sich übersetzen mit >Stirb der Welt ! <
.
D. h., dem irdischen Dasein sollte derjenige entsagen, der zu Beginn des 12. Jahrhunderts in diese Zisterzienserabtei eintrat.

Morimond wurde von Odelric d'Aigremont und seiner Frau Adeline de Choiseul gefördert. Erster Abt und eine der Säulen der Zisterzienser war neun Jahre lang der Deutsche Arnold (gest. 1126). Nahe der lothringischen Grenze und anfangs zweisprachig (französisch und deutsch) war die Abtei geradezu prädestiniert als Basis für die Ausbreitung der Zisterzienserbewegung in die deutschsprachigen Länder.
Die heutigen Ansprechpartner in den deutschen (ehemaligen bzw. lebenden) Zisterzienserklosterstätten, und zwar 64 der Morimond-Filiation - sowie in 14 der Clairvaux-Filiation, finden Sie auf diesen Internetseiten unter der Rubrik >Kontaktanschriften<.

Einer der berühmten Männer aus Morimond war Otto von Freising, Sohn von Leopold III, Markgraf von Österreich, und seiner Gattin Agnes, Tochter von Kaiser Heinrich IV.
Otto studierte in Paris; 1132, auf der Rückreise nach Österreich, trat er in das Zisterzienserkloster Morimond ein, dessen Abt er 1138 wurde.
Noch in diesem Jahr wurde er aber auch zum Bischof von Freising ernannt.
Ferner: Papst Benedikt XII (Amtszeit 1334-1342), der dritte der Avignoner Päpste, begann seine Laufbahn als Mönch in Morimond.

Die (bis auf Reste nicht mehr existierende) dreischiffige, kreuzförmige Klosterkirche (Weihe: 1253) mit gerade geschlossenem Chor, dessen Seiten alle mit Kapellen besetzt und durch einen Umgang verbunden waren, wurde nach der Baugewohnheit der Zisterzienser schlicht und streng, ohne Türme und künstlerischen Schmuck gestaltet.
Während der Religionskriege (1572) und im Dreißigjährigen Krieg (1636) wurde das Kloster Morimond zerstört und 1791 endgültig aufgegeben. Nur die Klosterkirche blieb zunächst erhalten, wurde aber bald nach der französischen Revolution nach und nach abgerissen bzw. verfiel im 19. Jahrhundert gänzlich zur Ruine. Ein Fragment des Wand des nördlichen Seitenschiffs der alten Klosterkirche steht noch, ferner die St. Ursula-Kapelle vor dem nördlichen, noch erhaltenen Teil des Eingangsportals (18. Jahrhundert) - sowie wesentliche Gebäudeteile der Bibliothek an der Westwand der Klosterkirche. Auch gibt es noch Reste der Garten- und Wasseranlagen im Klostergelände westlich des Klosterteichs.